29.03.2009 | 26. Spieltag
TuS Hahn - TuS Kemel 1:1 (1:1)
Tor: 1:0 Alexander Lauer (6.), 1:1 (13.)
Was sich bereits gegen Breithardt andeutete, hat sich im Heimspiel gegen den TuS Kemel fortgesetzt. Die junge Hahner Reserve hat ihre Ballsicherheit und damit ihr bisher erfolgreiches Kombinationsspiel irgendwo verloren, doch davon später. Alles hatte zunächst nach Plan begonnen. Bereits in der 6. Spielminute startete Ali Lauer ein Sololauf an der Mittellinie, setzte sich bis in den Fünfmeterraum der Gäste durch und überlistete den Keeper mit einem „Lupfer“ in die kurze Ecke. Sein Bruder notierte auf der Auswechselbank: „Ganz großer Sport“. Wer allerdings erwartet hatte, dass diese frühe Führung die notwendige Sicherheit bringen würde, sah sich getäuscht. Die engagierten Gäste hielten mit zwar einfachen Mitteln aber dafür umso erfolgreicher dagegen. Ein Ballverlust in der 13. Minute ca. 20 m vor unserem Kasten mit anschließendem Foulspiel wurde zu recht mit gelber Karte und Freistoß bestraft. Der Gewaltschuss landete wie an der Schnur gezogen im rechten Torwinkel. Keine Chance für Rosi! Sieben Minuten später blieb Rosi allerdings in einer „Eins gegen Eins Situation“ souveräner Sieger. Ein Rückstand wäre zu diesem Zeitpunkt durchaus möglich gewesen. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte jedoch auch Tim per Kopfball und Gab den Führungstreffer vor Augen.
In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel nicht besser, ganz im Gegenteil. Nach einem Eckball in der 50. Minute verfehlte der Kopfball der Gäste knapp unser Gehäuse. Den Rest der zweiten Halbzeit kann man eigentlich vergessen. Wie sagte Jojo Lauer, der die wichtigsten Spielsituationen notierte: „Mir ist in der zweiten Halbzeit nichts mehr aufgefallen“. Einfach abhacken sollte man dieses Spiel auf Grund der augenblicklichen Tabellensituation jedoch nicht. Wer von der Kreisoberliga träumt, sollte sowohl im Training wie auch im Spiel eine konzentriertere Leistung anbieten. Alles was unser Trainer Frank Schmidt Spiel für Spiel einfordert, scheint nach den letzten Auftritten (Ausnahme Wallrabenstein) mit dem Anpfiff des Schiedsrichters vergessen. Kombinationsspiel wird mit Einzelaktionen verwechselt, Ballsicherheit und Ballbehauptung werden durch Risikodribblings „ersetzt“, schnelle einfache Abspiele, auch mal über 5 Meter, scheinen verpönt, vielmehr versucht man sich als Ballartist und Zaubernuss, allerdings ohne großen Erfolg. Mit dieser Art Fußball verliert nicht nur jeder Einzelne sein Selbstvertrauen, sondern die Mannschaft auch Punkt für Punkt. Unsere bisherige Stärke war eine kompakte und geschlossene Mannschaftsleistung. Davon sind wir derzeit weit entfernt. Jungs, diese Worte mögen dem Einen oder Anderen etwas hart und zynisch vorkommen, aber ihr müsst euch darüber im Klaren sein, dass ihr drauf und dran seid eine bisher erfolgreiche Saison auf der Zielgeraden zu vergeigen.
Aufstellung: Rosentreter, Wüst, Stotz, Haasz, Lauer A., Bloos, Graumann, La Pietra N., Vogel, Müller, La Pietra G.
Einwechselspieler: Grund, Ibo, Heintz L., Quarch
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