25.10.2009 | 15. Spieltag

TuS Hahn - SG Germania Wiesbaden 1:1 (1:0)

Tore:
1:0 Hatamiann (28.), 1:1 P. Yolver (60.).- Zu.: 100.

Leider reichte es gegen den bisherigen, abgeschlagenen, Tabellen-Letzten der Gruppenliga nur zu einem mageren Unentschieden auf eigenem Platz. Damit steht man zwar auf dem 9 Tabellenblatz, was auf den ersten Blick in Ordnung erscheint, aber man ist dennoch nur zwei magere Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt.

Die Begegnung kam nur sehr schleppend in Gang und der TuS verstand es lange Zeit nicht den nötigen Druck aufzubauen um den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Bezeichnend dafür, dass es fast 15 Minuten brauchte, um den tüchtigen Gästetorhüter Birkenmeyer zu einer ersten Parade zu zwingen. Mit nur einer echten Sturmspitze (Hüthwohl), stand die Germania permanent tief gestaffelt in der eigenen Hälfte und machte so für unsere Offensive die Räume eng. Diese rein Defensiv-Vorgabe ihres neuen Trainers Reiner Mittermeier, verließ die Mannschaft auch dann nicht, als Arin Hatamian, nach fast einer halben Stunde (28.) einmal eine Lücke in der Germanen-Abwehr fand und die Gastgeber zur Führung schoss. Bis zur Pause plätscherte das Spiel so vor sich hin. Hahn war zwar bemüht, war aber viel zu unbeweglich, körperlich sowie auch geistig und macht eine Reihe von einfachen Fehlern schon im Spielaufbau, die es der Germania relativ leicht machte ihr Heiligtum erfolgreich zu verteidigen.
Trainer Timo Becker fand in der Kabine wohl einige treffende Worte zur mageren Leistung seiner Spieler, denn nach der Halbzeit, drückte das TuS-Ensemble zumindest mehr aufs Tempo. Jetzt kam es auch zu Möglichkeiten. In der 48. Minute erlief sich Steffen Jude eine Steilvorlage und wurde prompt im Strafraum unsanft von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß konnte Arin Hatamian heute nicht zu einem Treffer nutzen. Im Gegensatz zur Vorwoche in Weyer, parierte der Torsteher den schwach getretenen Elfmeter. Danach blieb die etwas besser Anfangphase unserer Mannschaft in der zweiten Hälfte ohne weitere Folgen für die Gäste aus Wiesbaden. Diese kamen nach einer Stunde Spielzeit zu einem ihrer seltenen Entlastungsangriffe und zu einem Eckball. Es kam wie befürchtet. Diesen gut getretenen Eckball wuchtete Gästespieler Yolver per Kopf ins Hahner Tor – ein Ausgleich aus dem Nichts! Was nützt die größte Überlegenheit davor, wenn diese nicht in Tore umgemünzt werden kann. Was danach noch in diesem sehr schwachen Gruppenliga-Spiel geboten wurde sollte man schnell vergessen. Beide Teams hatten je noch eine sehr gute Chance um noch als Sieger vom Platz zu gehen. Aber Symptomatisch für unsere Tagesform war die Großchance durch Steffen Jude Minuten vor dem Ende, als er im Strafraum, aus 6 Metern, den Ball auch diese 6 Meter über das Tor setzte.

Aufstellung: Gapp; Werner, Przybilla, D. Kremer, Dehmel, Lillig (80. Heintz), M. Jude, S. Jude, Losito, Paschek (46. R. Kremer), Arin Hatamian (68. F: Müller).

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